Erfurts Silhouette ist kein Zufall. Kirchtürme bestimmten über Jahrhunderte den Rhythmus der Stadt, ihre religiöse Bedeutung und die Wege der Reisenden.

Erfordia turrita — die türmereiche Stadt

Martin Luther nannte Erfurt „Erfordia turrita“, die türmereiche Stadt. In der Zeit ihrer großen religiösen Bedeutung prägten mehr als vierzig Kirchen und Klöster das Stadtbild.

Die Türme waren Zeichen des Glaubens und zugleich praktische Orientierungspunkte. Bis heute lenken sie den Blick auf die wichtigsten Bereiche der Altstadt.

Dom St. Marien und St. Severi

Das bekannteste Ensemble bilden Dom St. Marien und Severikirche. Sie stehen nebeneinander über dem Domplatz; die monumentale Freitreppe lässt beide Bauwerke noch stärker über der Stadt erscheinen.

Der Ort wirkt zu jeder Tageszeit anders. Morgens erscheint der Stein kühl und ruhig, am Abend zeichnen sich die Türme als klare Silhouette ab. Für Film und Fotografie wird das Licht selbst zum Teil der Geschichte.

Wie man die Silhouette liest

Ein guter Aussichtspunkt ist der Petersberg. Von dort sieht man, wie die Türme das dichte Gefüge aus Straßen und Plätzen ordnen. Auf Straßenniveau lohnt es sich, der Silhouette ohne festen Plan zu folgen.

Architekturgeschichte wird so zu einem räumlichen Erlebnis: nicht nur zu einer Folge von Jahreszahlen, sondern zu einer Beziehung zwischen Höhe, Glockenklang, Licht und täglichem Stadtleben.

Erzählen wir die Geschichte Ihres Ortes